Ist Gold zu teuer oder immer noch preiswert?

Mir wird häufig in meinem täglichen Geschäft gesagt: Gold ist mir zu teuer. Gold ist mir zu billig. Der andere sagt, dass es beim Gold keine Rendite gibt. Alle möglichen Gründe die für die Leute gegen Gold sprechen. Da kann ich nur ein leichtes Lächeln auf meinen Mund hervorzaubern. Wenn man sich näher damit beschäftigt, dann merkt man einfach, dass Gold eigentlich jeder mindestens 10-15% von seinem Gesamtvermögen in Gold tauschen sollte.Das heißt aber, wenn man zum beispiel eine Wohnung hat, die 300.000 Euro wert ist dann wird es mit angesetzt. Zehn Prozent davon wären dann 30.000 in physischem Edelmetall.

In dem Video zeige ich ein Chart der Comdirect. Ich finde die sind immer sehr einfach zu verstehen. Wie man hier sehen kann, ist das Gold ab dem 30.5.2019 um einiges gestiegen. Wenn man unten auf die Leiste schaut, sieht man immer den Spread von dem angegebenen Zeitraum. Diese Zahlen sind immer in Unzen und in Dollar angegeben. Aber in diesem Video und damit auch in diesem Blogbeitrag möchte ich zeigen, warum ich trotz des starken Anstiegs des Preises Gold immer noch für sehr billig halte. Wenn man sich das maximale Chart anschaut, sieht man zum Beispiel, dass am 22.08.20 der Kurs bei ca. 1.909,08 war. Im Vergleich zu jetzt (06.06.2019, Kurs: 1.325,38) sieht man, dass wir noch einiges vorhaben, bis wir die letzten Höchststände wieder erreichen.

Was aber das entscheidende ist, ist dass Gold auf der Erde begrenzt ist. Man kann das Edelmetall ja nicht beliebig vermehren. Für mich sind immer interessant, was eigentlich die Herstellungskosten dieses Metalls sind. Auf der Webseite aktienrunde.de heißt es zum Beispiel, dass man  für die Herstellung einer Feinunze ca. 500-800 Dollar aufwenden muss. Es kommt natürlich auf den Standort der Herstellung an. Diese Kosten enthalten aber noch nicht die Kosten des Betriebs eines Unternehmens, den Kauf- und die Reparaturkosten und die Einhaltung der Compliance-Vorschriften. Also nach neueren Berechnungen heißt es dann, dass ca. 1.000$ für die Gewinnung einer Unze Gold benötigt werden. Dann kommt noch der Aufschlag des Händlers, die Verarbeitung zum Barren und der Anteil für das Unternehmen der Produktion noch hinzu. Also wenn man dann betrachtet, dass derzeit die Unze ca. 1.300$ kostet, ist das sehr günstig.

Wenn man sich zusätzlich noch die Statistik auf gold.de anschaut, in der aufgeführt ist, wie hoch die jeweiligen Produktionskosten verschiedener Firmen ist, sieht man dass von 621 bis 1057$ die Spannweite ist (Stand: 2017). Die meisten Firmen bewegen sich jedoch zwischen 850 und 1000$. Das heißt, wenn die Produktionskosten schon so hoch sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Goldpreis zum Beispiel auf 500 “runter knallt”.

Das sind für mich ein Teil der Gründe 10-15% seines Gesamtvermögens in Gold zu investieren. Zusammengefasst: Gold ist begrenzt auf diesem Planeten und die Nachfrage ist zum Beispiel in der Schmuck- und Technikindustrie sehr groß.

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